edelkrone_sliderplus_v2_w_action_module_140215_001Wie ein kleines Kind habe ich mich auf mein neustes Spielzeug gefreut. Nun ist er da, mein neuer Kameraslider mit Motorsteuerung. Und ich habe die Ankunft gebührend gefeiert. Mit Unboxing Video und allem was dazu gehört.

Einige Überraschungen gab es auch. Weshalb sich mein Bericht für alle lohnt, die auch noch mit dem Gedanken spielen, sich diesen Slider zuzulegen.

Was ist der edelkrone sliderplus überhaupt?

Es ist ein Kameraslider, also simpel ausgedrückt, eine Schiene, auf der die Kamera entlang fährt bzw. gleitet. Dadurch kann man kleine Kamerafahrten ohne Verwackelung aufnehmen.

Ein Beispiel, das ich aber noch nicht mit dem edelkrone aufgenommen habe, ist dieser Videotrailer, in dem gleich am Anfang einige Sliderfahrten vorkommen.

edelkrone gehört derzeit zu den angesagtesten Herstellern von Slidern für Video- und Fotokameras. Und das aus zwei Gründen:

  1. Sie haben einen genialen Mechanismus entwickelt, der dazu führt, dass die Fahrstrecke, die man mit der Kamera auf dem Slider zurücklegen kann, doppelt so groß ist, wie der Slider selbst. Vorausgesetzt, der Slider ist auf einem Stativ befestigt. Das sieht man in meinen Videos noch nicht. Hole ich nach.
  2. Es gibt als Zubehör eine Motorsteuerung, mit der man die Kamera vollkommen gleichmässig und in verschiedenen Geschwindigkeiten automatisch fahren lassen kann. Dazu schreibe ich ebenfalls mal einen gesonderten Artikel. Das Ding kann richtig viel.
  3. Die Geräte sehen auch noch gut aus und sind sehr hochwertig produziert.

Wie man im Unboxing-Video sieht, kommt der sliderplus schon mal in wirklich edlem Gewand. Apple lässt grüßen.

Eine Gebrauchsanweisung spart sich der Hersteller. Stattdessen findet man eine Karte mit dem Hinweis, dass man unbedingt die Einführungsvideos auf der Webseite ansehen soll, bevor man loslegt. Diese sind in Englisch und zeigen leider nicht ganz exakt, was man nach dem Auspacken zu tun hat. Aber es ist eben auch kein Haushaltsgerät, so dass man wohl auf ein bisschen technisches Verständnis der Kunden hofft.

Inbetriebnahme des sliderplus

Die Motorsteuerung ist ja kein Muss. Der sliderplus ist auch für die manuelle Bedienung ganz hervorragend geeignet. Man packt ihn aus, entfernt die Transportsicherung (zwei Kunststoffstäbe, die mit Kabelbinder befestigt sind) und legt direkt los.

Abweichend von der Gebrauchsanweisung im Web lag bei meinem Slider die Schraube zur Befestigung des Stativkopfes nicht bei, sondern war fest montiert und mit einem Federmechanismus versenkbar.

…und Action Module

Um den Slider mit dem Motor zu verbinden, muss man leider zunächst etwas basteln. Dazu tauscht man nämlich den Textilriemen durch einen Zahnrad-Antriebsriemen aus Gummi. Das wird in einem weiteren Video auf der Supportseite von edelkrone sehr gut erklärt. Ich brauchte zwar etwas länger, als die versprochenen fünf Minuten. Aber am Ende war es nicht besonders schwierig.

Anschließend befestigt man das Action Module mit zwei Schrauben an der Seite des Sliders. Oben drauf kommt die Halterung für die Akkus.

Hier gab es bei der Bestellung mehrere Optionen. Ich entschied mich mit Hilfe des freundlichen edelkrone Online Supports für Canon LP-E6 Akkus, die ich zwar auch noch nicht hatte, die aber leicht und günstig zu bekommen sind. Dazu habe ich mir ein Bundle von Patona mit Ladegerät und zwei Akkus zu einem günstigen Preis bestellt.

Letztlich war der große Moment da und ich habe den ersten Test gleich mal auf Video aufgenommen. Man kann sogar Musik damit machen 🙂

Aber das Video hat auch einen ernsten Hintergrund. Es wurde an verschiedenen Stellen mal über die entstehenden Geräusche geschrieben, die der Motor produziert. Man sollte vor dem Kauf wissen, dass ein Mikro direkt auf der Kamera zusammen mit dem Motorslider nicht mehr zu gebrauchen ist. Dazu ist er einfach zu laut. Mir war das aber schon klar und ich nutze ihn ausschließlich mit etwas Abstand vom Interviewpartner und nehme den Ton separat auf.

Zu beachten ist im Video, dass der Slider auf dem Tisch stehend nur die normale Breite ausnutzt und nicht die doppelte Strecke, wie auf einem Stativ.

Abschließend noch ein Tipp: Den Sliderplus gibt es in verschiedenen Größen. Ich habe mich, ein bisschen aus Verlegenheit, für „medium“ entschieden. Ich bin aber der Meinung, der kleine hätte vollkommen ausgereicht. Man unterschätzt anhand der Bilder, wieviel die Verdoppelung der Strecke auf dem Stativ ausmacht. Und besonders wenn man das Action Module dazu nimmt, bekommt man ziemlich lange Fahrten.