Ryan Brenizer ist ein unglaublich guter Hochzeitsfotograf aus New York, der der Welt nicht nur fantastische Hochzeitsfotos geschenkt hat, sondern auch eine neue Methode, um Bilder mit geringer Tiefenschärfe durch eine Kombination von Fotografie-Technik und Bildbearbeitung zu erzeugen.
Freundlicherweise erklärt er sogar, wie es geht. Es gibt Tutorials im Netz und sogar Videoanleitungen.
Also müsste alles ganz einfach sein, nicht wahr?
Finde ich aber gar nicht. Denn trotz aller Anleitungen liegt der Teufel im Detail und bisher hat es in mehreren Versuchen nicht geklappt, so ein Bild zu machen.

Wie es geht? Vereinfacht: Man fotografiert sein Motiv wie ein Panorama aus vielen Bildern und setzt es dann im Computer zusammen. Wichtiger Unterschied: Man stellt nur einmal auf das Hauptmotiv scharf und arbeitet mit offener Blende, so dass die allermeisten Fotos gewollt unscharf sind. Unscharfe Fotos mag leider die Panoramasoftware (z.B. Photoshop) gar nicht, weil es dann die Bilder nicht vernünftig zusammenfinden kann. Das ist der Haken an der Sache, der bisher nirgends erwähnt wird.

Heute kann ich mit Stolz die erste gelungene Variante präsentieren, muss aber gleich gestehen, dass ich ursprünglich viel mehr vom Hintergrund mit im Bild haben wollte. Den habe ich aber mit der Panoramasoftware nicht mehr zusammensetzen können und musste letztlich einen Teil des Bildes wegwerfen.

Der Effekt ist immerhin noch erkennbar.

Paarfoto nach der Brenizer Methode

Paarfoto nach der Brenizer Methode

Was ich in Zukunft noch stärker beachten will, ist ein Motiv bzw. eine Szene auszuwählen, bei der er mehr Tiefeninformation gibt, die den Effekt besonders zur Geltung bringt. Hier gibt es mehr oder weniger nur Hauptmotiv und Hintergrund. Ein wenig mehr Richtung wäre besser gewesen, denke ich.

Die Fotos wurden aufgenommen mit dem Nikon 85mm 1.4 Objektiv bei maximaler Blendenöffnung.