Ziemlich spontan habe ich die aufregende Reise quer durch Deutschland angetreten, um doch einmal wieder den Photokina-Rummel zu genießen, Kollegen zu treffen und die vielen (oft viel zu vielen) Eindrücke auf mich einprasseln zu lassen.

Heute bin ich nun schon in der Stadt, sitze im Starbucks mit Blick auf den Dom und bin schon fast wieder satt vom vielen Rummel, der hier herrscht.

Morgen erst öffnen sich die Tore und heute strömen noch tausende von Menschen aus dem Bahnhof, orientieren sich, fotografieren sich vor dem Dom (dafür ist der Selfie-Stick total populär, eine Stange, mit der man die Kamera vor sich her halten kann und dann mit Selbstauslöser ein Foto mit dem Kölner Dom im Hintergrund machen).

Bei Starbucks gibt es Touristen-Tassen mit Städtenamen und Oktoberfest-Motto zu kaufen und die Einheimischen polieren die Innenstadt und aktualisieren die Preislisten.
Touristen-Tassen bei Starbucks in Köln zur Photokina

Neben mir im Café sitzt ein Blogger, seine Kamera liegt neben ihm auf dem Tresen…

NICHT! Wir kommen ins Gespräch und Hans erzählt mir von seiner Reise, von der er gerade nach Hause zurück kommt. In der Ukraine war er und davor ein Jahr in Israel. Nächstes Vorurteil: er muss Journalist sein… auch nicht. Er ist Theologe und hat mit Politik eigentlich gar nicht so viel am Hut. Was aber in den Gebieten natürlich nicht ganz so funktioniert. Und nun ist meine politische Bildung um einige Facetten reicher, bevor ich mich wieder dem Photokina-Trubel zuwende.

Vor dem Fenster fotografiert sich eine asiatische Familie und lacht, als ich sie angrinse.

Mal sehen, was der Tag noch bringt. Reisen bildet, darf ich mal wieder erfahren. Und weil Reiseberichte für mich wieder ein neues Medium sind und ich so gebannt zugehört habe, habe ich versäumt, ein Foto von Hans zu machen.

Aber dafür habe ich schon eins vom Kölner Dom. Als ordentlicher Tourist…

Photokina_2014_009