Ich hatte die Gelegenheit, die Bildbearbeitungssoftware Luminar 2018 schon vor dem offiziellen Erscheinungstermin zu testen und beschreibe hier meine Eindrücke.

Luminar war bereits im letzten Jahr eine der viel erwähnten möglichen Alternativen zu Adobe Lightroom. Zunächst nur auf Apple MacOS verfügbar gibt es die neue Version nun auch für Windows. Der Hersteller benennt sich extra von Macphun in Skylum um, damit potenzielle Windows User nicht mehr durch den Firmennamen irritiert werden.

Wobei der Hersteller so ehrlich ist zu erwähnen, dass die Windows Version zu Beginn noch nicht alle Funktionen der Mac Version hat. Diese werden aber in den nächsten Monaten ergänzt.

Eine erste Demo von Luminar, die ich in Form eines Webinars zu sehen bekam, war recht beeindruckend. Es gibt diverse Funktionen und Einstellungsmöglichkeiten, die durchgehend „Filter“ genannt werden, um Fotos in allen Variationen und bis in die Details zu bearbeiten. Auch ein Kopierstempel und Reparaturwerkzeug ist vorhanden.

Gute Nachrichten gibt es auch für Nutzer von Lightroom oder Photoshop, die Plug-ins von Drittherstellern gekauft haben. Diese lassen sich auch in Luminar einbinden. In der Demo wurde das mit SilverEffex vorgeführt und funktionierte problemlos.

Um alle Funktionen ausprobieren zu können, habe ich zuerst Luminar 2018 für Mac getestet. Über meinen Test der aktuellen Version für Windows werde ich in einem weiteren Artikel berichten.

Frau in gelb vor Felsen auf Teneriffa mit Sonnenstrahlen

Bei diesem Bild habe ich unter anderem den Sunray-Filter verwendet, der künstliche Sonnenstrahlen ins Bild einfügt und dabei das Bild intelligent analysiert.

Gibt es ein Leben ohne das Abo der Adobe Creative Cloud?

Der Hauptgrund für mich, das Programm Luminar 2018 anzuschauen, war, um herauszufinden, ob ich darin eine echte Alternative zu Adobe Lightroom finden könnte, um ggfs. auf das Adobe Cloud Abo zu verzichten. Darin ist auch Photoshop enthalten, das ich aber so gut wie gar nicht mehr nutze. (Ausser vor ein paar Tagen, als mich eine Kundin bat, einige Produktaufnahmen, die ich vor längerer Zeit gemacht hatte, für einen Online Shop freizustellen. Aber das ist die seltene Ausnahme.)

Mit Lightroom bin ich äusserst zufrieden, anders kann man es nicht sagen. Allerdings wurmt mich, wie viele andere User auch, die Bindung durch das monatliche Abonnement.

Luminar 2018 ist vergleichsweise sehr günstig mit einem einmaligen Preis von 69€

Um es direkt vorwegzunehmen, Luminar 2018 ist (noch) keine vollwertige Alternative zu Adobe Lightroom für meinen Workflow. Das Programm ist anders aufgebaut und bedient nur einen Teil der Zielgruppe von Lightroom-Benutzern. Allerdings heisst das nicht, dass man Luminar 2018 nicht als Teil eines vollwertigen Workflows verwenden könnte, der ohne Adobe Produkte und damit ohne monatliches Abo auskommt.

Der Hersteller hat bis Mitte 2018 eine Bildverwaltungslösung angekündigt, die in ersten Screenshots, Lightroom sehr ähnlich sieht und die Möglichkeit bietet, ausgewählte Bilder dann auch direkt mit Luminar zu bearbeiten.

Wo liegen die Ähnlichkeiten von Luminar 2018 mit Adobe Lightroom?

Benutzeroberflaeche von Luminar 2018 auf deutschIch habe mich gefragt, wie es überhaupt dazu gekommen ist, dass Luminar als Alternative zu Lightroom bezeichnet wurde. Die Antwort liegt in der Benutzeroberfläche. Sobald ein Programm links ein Bild und rechts davon Schieberegler zur Bearbeitung des Bildes anzeigt, denkt man inzwischen automatisch an Lightroom. Dazu kommt, dass man in Luminar ebenfalls RAW-Daten entwickeln kann und mit Presets arbeiten, um den gleichen Look auf viele Bilder zu legen. Auch ähnlich sind einige der Entwicklungswerkzeuge, die man auf ein Bild anwenden kann.

Was sind die Stärken von Luminar 2018?

Deutsche Benutzeroberfläche und durchdachter Aufbau

Was mir direkt auffiel, war die durchgängig in deutscher Sprache gehaltene Benutzeroberfläche. Nachdem ich erste Informationen und auch die Pressevorführung nur in Englisch bekommen hatte, war es erstaunlich, wie schnell ich mich in der deutschen Programmversion zuhause fühlen konnte.

Startbildschirm von Luminar 2018 auf dem MacDer Aufbau ist logisch: Nach dem Öffnen eines Bildes hat man die Möglichkeit, aus einer Vielzahl von Einstellungen (wie gesagt, werden diese „Filter“ genannt) auszuwählen. Anders als in Lightroom ist die Seitenleiste zunächst leer und füllt sich erst, wenn man auf „Filter hinzufügen“ klickt und Filter aus der Liste auswählt, die man wirklich benutzen möchte.

Die Filter sind in Gruppen untergliedert (Essential, Problemlöser (engl. Issue Fixers), Creative, Professional und Utility), in denen man sich recht schnell zurecht findet. Das Programm bietet jede Menge Spielmöglichkeiten und garantiert wohlige Winterabende mit den Fotos vom Sommer.

Um die Arbeit mit den vielen Einstellmöglichkeiten zu erleichtern, ist die Oberfläche flexibel anpassbar. So kann man seine Lieblingsfilter in der Seitenleiste auch als Arbeitsbereich abspeichern und entweder zum Standard erklären oder bei Bedarf laden und wechseln.

Möchte man eine Kombination von Einstellungen für die spätere Verwendung abspeichern, so geht auch das als sog. Preset oder Voreinstellung. Das Programm bringt eine ganze Menge Presets schon ab Werk mit, die in der unteren Bildleiste ausgewählt werden können. Wählt man ein Preset aus, werden die darin enthaltenen Filter mit den Werten in die rechte Seitenleiste übernommen.

 

Arbeit mit Ebenen in Luminar 2018

Der Clou ist, dass man auch mehrere Presets übereinander auf ein Bild anwenden kann. Das Programm unterstützt dazu die Arbeit mit Ebenen. Dadurch bleiben auch zuvor eingestellte Filter immer veränderbar. So kann man zum Beispiel alle Grundkorrekturen auf der untersten Ebene machen und sich danach auf einer weiteren Ebene kreativ austoben (oder auf mehreren).

In meinem Beispiel habe ich das Foto zunächst grundlegend aufpoliert und dann ein Preset mit dem Namen „Gloomy Morning“ auf einer weiteren Ebene verwendet.

Die Ebenen lassen sich beliebig ein- und ausblenden und in der Reihenfolge verändern und es gibt, wie in Photoshop auch, die Möglichkeit, für die Ebenenüberlagerung verschiedene Verrechnungsmodi auszuwählen.

Viel Spaß macht auch der Vorher/Nachher-Vergleich mit einer Trennlinie, die man frei hin und her schieben kann.

Das erste Beispielfoto vom Meer ist eine RAW-Datei, die ich mit einer Olympus OM-D E-M5 Mark II aufgenommen habe. Luminar zeigt das RAW zunächst ohne Filter recht flach und farblos an. Lightroom dagegen verwendet schon beim Öffnen Voreinstellungen für die Kamera, so dass auch ein RAW-Foto direkt gefälliger wirkt. Technisch macht das keinen Unterschied. Man darf sich nur nicht wundern, warum RAW-Dateien in Luminar erstmal so langweilig aussehen. Mit einem Klick auf seine Lieblingsvoreinstellung sieht das schon ganz anders aus.

Meer mit Felsen RAW bearbeitet

Grundbearbeitung der RAW-Datei

Meer mit Felsen RAW mit Glow bearbeitet

Zusätzlich habe ich hier einen Glow-Filter angewendet

Unter dem Begriff „Werkzeuge“ findet man die Möglichkeit, das Bild zu beschneiden oder Skalieren. Aber auch ein sehr interessantes Klon- sowie ein Radierwerkzeug. Wobei das Radierwerkzeug nicht einfach ein Loch in ein Bild radiert, sondern Objekte intelligent aus dem Bild entfernt, ähnlich wie das Reparaturwerkzeug in Photoshop. Ich konnte damit sehr einfach einen störenden Mast im Hintergrund des Bildes entfernen.

Ein Tipp für die Arbeit mit dem Radierwerkzeug in Luminar

Bei der Arbeit mit Ebenen ist zu beachten, dass das Radierwerkzeug eine neue Ebene anlegt, auf der alle bisherigen Einstellungen übernommen werden. Das kann zu Schwierigkeiten führen, wenn man die vorherigen Einstellungen später auf der entsprechenden Ebene darunter noch einmal ändern möchte. Meine Tipp wäre daher, Retuschen zuerst durchzuführen. Und erst dann globale Veränderungen am Bild auf weiteren Ebenen vorzunehmen.

Mein Fazit

Durch die unendlichen Kombinationsmöglichkeiten wird es garantiert nicht langweilig, mit Luminar 2018 zu arbeiten. Gleichzeitig wird das Programm auch ein großartiger Markt für fertige Presets werden, die von erfahrenen Fotografen angeboten werden und die Arbeit für Einsteiger erheblich beschleunigen. Es gibt jetzt schon zahlreiche Voreinstellungspakete, die über den direkt in den Startbildschirm eingebundenen Shoplink heruntergeladen werden können. Einige sind kostenlos, andere kosten Geld.

Sonnenuntergang am Meer mit Luminar bearbeitet

Meine Highlights in Luminar 2018 (Mac Version):

  • Entwicklung von RAW-Dateien
  • Sehr viele Einstellmöglichkeiten und Filter (mehr als in Lightroom)
  • Arbeit mit Ebenen
  • Arbeit mit Presets und LUTs (über die ich hier noch gar nicht berichtet habe)
  • Flexible und logisch aufgebaute Benutzeroberfläche, die man auf eigene Bedürfnisse anpassen kann
  • Einbindung von externen Lightroom- und Photoshop-Plugins möglich
  • Günstiger Preis (69,- €), kein Abo

An Luminar 2018 (für Mac) gefällt mir so vieles, dass ich es uneingeschränkt zur Bildbearbeitung empfehlen kann. Allerdings macht es für mich derzeit weder Lightroom noch Photoshop entbehrlich.

Auf der Luminar-Webseite kann man (nach der offiziellen Freigabe im November) auch eine kostenlose Testversion herunterladen, um sich einen ersten Eindruck zu verschaffen und das Programm 14 Tage lang auszuprobieren.

Im Vergleich zu Lightroom fehlt insbesondere die Bildverwaltung und eine Bildübersicht zur Vorauswahl der Bilder, die man im Einzelnen bearbeiten möchte sowie die Möglichkeit, Einstellungen auf mehrere Bilder gleichzeitig anzuwenden (es gibt eine Stapelverarbeitung, aber das ist nicht dasselbe).

Photoshop bleibt dagegen das Mittel der Wahl, um Bildelemente freizustellen und mit anderen Elementen zu kombinieren.

Ein professioneller Workflow ist noch nicht vollständig in Luminar abgebildet. Der Hersteller hat allerdings größeres vor und bereits für Mitte 2018 eine Bildverwaltungslösung angekündigt.

Derzeit bewegt sich das Programm zwischen Photoshop und Lightroom. Für die Bearbeitung von einzelnen Bildern oder ausgewählten Bildserien kann ich es sehr empfehlen. Der Spassfaktor ist dank der vielen Voreinstellungen schon extrem hoch und die Möglichkeiten nahezu unbegrenzt.

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Ich bin von Luminar so überzeugt, dass ich mich als Affiliate habe registrieren lassen. Wenn du über meinen Link kaufst, bezahlst du nicht mehr und ich bekomme eine kleine Provision, die mich motiviert, weitere Artikel über einzelne Funktionen von Luminar zu schreiben.


Update 09.11.2017:

Inzwischen habe ich auch die Windows-Version testen können, die sich aber noch in der Entwicklung befindet. Windows Usern würde ich derzeit empfehlen, mit dem Kauf noch zu warten, bis die Entwicklung einen stabileren Stand erreicht hat. Ich werde hier davon berichten.

Von der Mac-Version bin ich nach wie vor begeistert und entdecke immer neue Möglichkeiten.

Update 19.11.2017:

Für Windows gab es ein erstes Update, das die Stabilität des Programmes verbessert hat. Das nächste soll in ein paar Tagen folgen.

Update 26.12.2017: Jetzt können auch Windows-User loslegen

Im Dezember gab es sowohl für MacOs als auch für Windows ein weiteres Update. Besonders für Windows sind nun auch einige der essenziellen Funktionen, wie Abspeichern im Luminar-eigenen Dateiformat, nachgeliefert worden und auch das Klonwerkzeug steht nun zur Verfügung. Die Filter waren ohnehin schon auch in der Windowsversion in gleicher Zahl vorhanden.

Es gibt immer noch Windows-User, die von Programmabstürzen berichten. Auf meinem Windows-PC läuft Luminar aber stabil unter Windows 10. Dort sind zuletzt die Adobe Programme öfter abgestürzt als Luminar.

Ich empfehle gerade Windows-Nutzern unbedingt, zunächst die kostenlose Testversion von Luminar zu installieren und zu schauen, wie Luminar sich auf deinem PC verhält.


Auf Facebook habe ich die „Deutschsprachige Luminar-Benutzergruppe“ ins Leben gerufen, wo schon eifrig Tipps ausgetauscht und Bilder bestaunt werden. Hier geht es zur Gruppe.

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