Am Freitag spielte Ida Gard im Sótano in Greifswald und ich war als Konzertfotograf schon ab dem Soundcheck dabei. Hier mein kurzer Konzertbericht und ein paar Worte dazu, wie ich dabei fotografiert habe.

Das Konzert in Greifswald wurde wieder vom Cafe Köppen Konzert Team organisiert, wofür ich ihnen wieder einmal sehr dankbar bin. Denn so kommen wirklich tolle Musiker nach Greifswald. Nun also die junge Dänin Ida Gard, die im Duo mit ihrer fantastischen Schlagzeugerin Anne Kirstine Winkler auf Deutschland Tour war.

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Gitarre, Gesang, Schlagzeug – das ist keine übliche Besetzung. Aber bei den beiden funktioniert sie großartig. Wenn man sonst Schlagzeugern nachsagt, dass sie einfach nur laut auf ihre Trommeln hauen und sonst nicht viel merken, so ist Anne Kirstine Winker das Gegenteil dieses Klischees. Sie achtet mit so viel Gefühl auf ihre Frontfrau, begleitet gleichzeitig kraftvoll und groovt bei den entsprechenden Stücken, dass ich teilweise mit offenem Mund da sass und nur staunen konnte.

Ich habe versucht, bei den Fotos auch das Zusammenspiel der beiden etwas einzufangen und mich nicht nur auf die Sängerin zu konzentrieren.

Wobei Ida Gard natürlich dank ihrer Stimme und der tollen Songs für das Publikum automatisch im Mittelpunkt steht. Eine Stimme, die mich schon im Soundcheck beeindruckt hat, weil sie die absolut kontrollieren kann. Die laute Gesangsstelle x-mal wiederholen, bis der Sound stimmt? Gar kein Problem. Hauptsache der Tontechniker findet die perfekte Einstellung. Da ist sie absolut Profi.

Das Gewölbe im Sótano war bis auf den letzten Platz ausverkauft (wie wohl die meisten, wenn nicht alle Konzerte der Tour) und das Publikum genoss den Auftritt sichtlich. Auch die Stelle zum Mitsingen wurde bestens gemeistert, sehr zur Freude der Musikerinnen, die dann nach dem Konzert noch fleissig CDs und Poster signierten.

Die CD „Doors“ von Ida Gard läuft seit heute bei mir rauf und runter. An die poppige Instrumentierung musste ich mich nach dem Konzert erst gewöhnen. Aber mit jedem Hören mag ich sie lieber und freue mich schon auf den nächsten Auftritt der beiden in Greifswald.

Hier einige Bilder, bevor ich noch etwas zur Kameratechnik schreibe.

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Beim Soundcheck schon beeindruckend und noch im Pulli und ohne ihre aufwändige Bühnenfrisur.

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Fotografiert habe ich mit der Olympus OM-D E-M1 und verschiedenen Objektiven. Das Licht war wieder einmal spärlich, so dass ich den ISO Wert bis auf 3200 aufdrehen musste. Und das bei Blenden zwischen 1.4 und 2.0!

Ich hatte im Vorfeld noch überlegt, lieber die Vollformat-Nikon zu nehmen, weil die mit hohen ISO-Werten noch besser zurecht kommt. Aber letztlich war es ein Segen, dass ich die Oly genommen habe. Denn davon abgesehen, dass die Objektive nicht so lichtstark sind, wäre bei Offenblende definitiv nur eine der Musikerinnen im Bild scharf geworden. Die Interaktion hätte ich nicht fotografieren können. Als Objektive haben sich für mich das 17mm f1.8 und das 45mm f1.8 besonders bewährt. Verwendet habe ich alles zwischen 12mm und 75mm. Es war eine ziemliche Schrauberei, die ich mir beim nächsten Mal vereinfache und gleich weniger Objektive mit nehme. Aber da die Location für mich neu war, musste ich erstmal schauen, welche Brennweiten ich da brauche.

Da ich vor habe, im Sótano noch öfter bei Konzerten zu fotografieren, habe ich mir nun endlich auch das Zubehör bestellt, das alle Konzertfotografen eigentlich als erstes haben sollten: einen Gehörschutz. Das sind so kleine Ohrstöpsel für Musiker, mit denen man die Musik trotzdem noch hören kann, aber wesentlich leiser. Meine heissen Alpine MusicSafe Pro und wurden mir von einem Musiker empfohlen. Mal sehen, wie es damit so läuft.

Und hier noch ein paar Bilder, mit ein bisschen Drumherum vom Konzert. Die Autogramme wurden im absoluten Schummerlicht gegeben. Klasse, dass ich da überhaupt noch ein Foto machen konnte.