Vor ein paar Tagen liefen wir bei einem Fotospaziergang durch Stralsund mitten in die Dreharbeiten zu einem Film auf dem Stralsunder Marktplatz.

Das Set war abgesperrt und viele Schaulustige hatten sich versammelt, um einen Blick auf die Fernsehproduktion zu werfen. Es gab eine Hauptdarstellerin zu bewundern, die in der Szene, die gerade gedreht wurde, immer wieder entsetzt nach oben und nach unten schauen und sich umdrehen musste. Text gab es leider keinen zu hören. Es war eine ziemlich aufwändige Szenerie mit einem Toten in einer Blutlache, Rettungskräften und Polizei, die im Hintergrund ebenfalls immer wieder die gleichen Wege durchs Bild laufen mussten. Ein bisschen wie eine Choreographie beim Tanz, nur nicht so grazil.

Der arme Tote wurde von einem lebenden Schauspieler dargestellt und musste die ganze Zeit mit einem Tuch über dem Kopf auf dem kalten Steinboden liegen. Hoffentlich hat er sich nicht verkühlt.

Beeindruckend war auch, wieviele Leute an der Produktion beteiligt waren. Wobei viele gerade nicht so sehr beteiligt, aber doch körperlich anwesend waren und darauf warteten, dass sie wieder etwas transportieren, einstellen oder umbauen durften. Es hingen also eigentlich eine ganze Menge Leute nur rum und langweilten sich mehr oder weniger. Aber die vielen großen Geräte müssen ja auch von irgendwem bewegt werden. Film ist echt eine teure Angelegenheit.

Nach ungefähr zwanzig Minuten wollten wir dann auch mal weiter. Der fertige Film ist wahrscheinlich spannender.