Wieder ein tolles Konzert am letzten Freitag im Sótano. Diesmal sogar mit Hitparaden-Feeling. Philipp Dittberner, 25-jähriger Singer-/Songwriter aus Berlin und aktuell mit dem Hit „Wolke 4“ ganz oben in den Charts.

Philippp Dittberner live in Greifswald 2015 - Vorgruppe Nick HeiDas Sótano war folgerichtig wieder einmal ausverkauft. Und sogar noch ein bisschen ausverkaufter als sonst, denn diesmal standen die vordersten Stühle schon beinahe auf der Bühne. Für Philipp war das ein bisschen ungewohnt, wie er mir nach dem Konzert in einem kurzen Gespräch noch verraten konnte. Er spielt schon öfter mal in ziemlich lärmigen Clubs, wo die Leute sich neben der Musik laut unterhalten. Das Publikum in Greifswald hört anscheinend wirklich konzentrierter zu als an vielen anderen Locations. Das hatte mir vor kurzem auch Rolf Hansen, der als „Il Tempo Gigante“ hier gespielt hatte, schon erzählt. Scheint also schon ein besonderes Plätzchen zu sein, unser Sótano. Ich finde das ja klasse, wenn man mal richtig zuhört.

Im Vorprogramm spielte Nick Heintz, der in Greifswald vor einigen Jahren schon einmal aufgetreten war und das in guter Erinnerung behalten hatte. Er hatte einen ganzen Instrumentenpark auf der Bühne – und eine Loopstation. So langsam will ich auch eine. Nee, Spaß…

Nick singt, anders als Philipp auf Englisch, was bei ihm deshalb sehr gut funktioniert, weil er zweisprachig aufgewachsen ist. Ich konnte in der Pause kurz mit ihm reden und er verriet mir, dass im Herbst seine erste CD auf den Markt kommt. Ich würde mich freuen, wenn er dann wieder kommt und gerne noch ein paar Stücke mehr spielt.

Philipp Dittberner hat mir auch sehr gut gefallen. „Wolke 4“ (kann man hier mal reinhören) hob er sich bis zur Zugabe auf. Dabei braucht er wirklich keine Angst zu haben, dass die Leute gehen, wenn er sein Hitpulver verschossen hat. Seine Songs sind allesamt gut geschrieben und klasse auf der Gitarre gespielt. Und noch kommt ihm das alles ein bisschen unwirklich vor. Ausverkaufte Konzerte, volle Clubs. „Bis vor kurzem kannten mich nur ein paar Freunde und meine Oma“, erzählte er. Tja, und jetzt hört man ihn ständig im Radio und immer wieder die Geschichte, dass er übers Internet mit einem Musiker namens „Marv“ aus Hannover zusammen gespielt hätte und so der Hit entstanden sei. Alleine auf der Gitarre mochte ich das Lied aber auch, vielleicht sogar noch lieber. Es ist in jedem Fall ein Ohrwurm und alle sangen mit.

Hier ein paar Fotos vom Konzert, zuerst mit Nick Heintz (zum Vergrößern anklicken!):

Und hier Bilder von Philipp Dittberner, der alleine mit einer Akustik-Gitarre auftrat:

Und noch mehr Bilder vom Konzert mit Philipp Dittberner und Nick Heintz gibt es auf meinem neuen Flickr-Account