Wenn man sich mit der Zeitraffer-Fotografie beschäftigt, begegnet einem immer wieder die Empfehlung, einen externen Timer-Auslöser zu kaufen. Dabei haben die meisten Kameras inzwischen schon eingebaute Timelapse-Funktionen, bis hin zur Erzeugung eines fertigen Zeitraffer-Videos.

Warum ein externer Timer-Auslöser für Olympus-Fotografen eine tolle Sache ist

Pixel Timer Fernauslöser für Olympus E-M5II und E-M1 auf dem Balkon

Beim Testen bin ich nun auf einen genialen Nebeneffekt gestoßen, wenn man externe Timer-Auslöser verwendet.

Seit einiger Zeit beschäftige ich mich intensiver mit dem Thema Timelapse. Denn ich habe vor, auf meiner Reise nach Island im November den einen oder anderen Zeitraffer-Film aufzunehmen.

Allerdings arbeiten die meisten professionellen Timelapse-Fotografen mit Kameras von Nikon oder Canon. Ich habe mir vorgenommen, meine Nikon auch bei Zeitraffer-Aufnahmen weiter im Schrank zu lassen und mich auf meine Olympus Kameras zu konzentrieren.

Die haben zwar eine eingebaute Zeitraffer-Funktion, aber leider auch ein Batterieproblem. Die Batterien der Olympus OM-D E-M1 und der E-M5 II (sie verwenden die gleichen Akkus) halten im Vergleich zu den größeren Nikon und Canon Kameras nur einen Bruchteil der Zeit.

Von daher erforsche ich derzeit alle Tricks, die es dennoch ermöglichen, längere Timelapse-Sequenzen auch mit den Olys aufzunehmen.

Dazu gehört, dass ich den Monitor der Kamera möglichst abschalte oder bei der E-M5 II eingeklappt lasse, ausser, um von Zeit zu Zeit das Bild zu kontrollieren.

Ich bildete mir auch ein, dass die interne Zeitraffer-Funktion mehr Strom verbraucht, als ein externer Auslöser, der das Zählen übernimmt und die Kamera im simplen manuellen Modus ihre Fotos machen lässt.

Timer-Fernauslöser

Dazu habe ich mir einen externen Auslöser von Pixel mit Anschluss für Olympus gekauft.

Erster Pluspunkt dabei: Man kann weitere Anschlusskabel für andere Kameras dazu kaufen ohne einen neuen Auslöser zu brauchen.

Zweiter Pluspunkt: Das Display ist auf Knopfdruck beleuchtet, was mir bei der Nachtfotografie gute Dienste leisten wird.

Dritter Pluspunkt: Die Bedienung ist unglaublich einfach. Auch wenn das Handbuch in einer unverständlichen (angeblich Englisch) Sprache verfasst ist.

Vierter Pluspunkt: Ich kann die Belichtung der Kamera bei laufender Zeitraffer-Reihe nachkorrigieren. Das geht mit der eingebauten Timelapse-Funktion nicht, ist aber notwendig, um saubere Tag-Nacht-Übergänge mit der „heiligen Gral“-Technik zu fotografieren. Bisher habe ich deshalb die automatische Belichtung der Kamera nehmen müssen, was aber zu mehr Bildflackern führte.

Pixel Timer Fernauslöser für Olympus E-M5II und E-M1

Das ist der Pixel Timer Fernauslöser für meine Olympus E-M5II und E-M1. Aber mit anderem Kabel funktioniert er auch für beliebige andere Kameramodelle.

Und der Clou: Es ist mir gelungen, zwischen den Aufnahmen den Kamera-Akku zu wechseln, ohne ein Bild zu verpassen (bei 15 Sekunden Intervallen). Die kamerainterne Zeitraffer-Aufnahme wäre einfach abgebrochen.

Natürlich ist das ein bisschen frickelig. Aber es geht und ich kann nun mit einem guten Gefühl auch längere Sequenzen aufnehmen. Der Akku des Timers hält laut Handbuch 10.000 Stunden, also fast für immer. Es sind zwei simple AAA-Batterien bzw. Akkus, die ich auch für meine Blitzauslöser verwende und sowieso immer dabei habe.

Aber Achtung bei Langzeitbelichtungen

Je länger die Belichtungszeit, desto länger braucht die Kamera nach der Aufnahme zum Abspeichern. Dabei darf man sie natürlich nicht ausschalten. Man muss warten, bis im Sucher wieder das normale Bild erscheint und das Speicher-Symbol nicht mehr in der Anzeige blinkt.

Der Bonustrack für Nutzer der Olympus OM-D E-M5 Mark II

Über den externen Auslöser könnte man den 50-Megapixel-High-Resolution Modus auch im Timelapse-Betrieb nutzen. Diese Möglichkeit gibt es mit der eingebauten Zeitraffer-Funktion der Kamera nicht. Das wäre sicher mal ein interessantes Experiment.

Den Pixel-Fernauslöser gibt es bei Amazon für rund 45 EUR.