Sommerlichen Bild-Look mit Photoshop und Lensflares erzeugen

Ein Beitrag des Fototrainers Martin Krolop hat mich inspiriert, mich einmal mit sommerlichen Bildlooks zu beschäftigen. Da ich viel im fotojournalistischen Stil arbeite, gefällt es mir normalerweise nicht, wenn eine Bearbeitung den Look eines Bildes stark verändert. Aber bei Beautyshootings ist das schon einmal erlaubt.

So entsteht aus einem schon guten Foto mitunter ein noch besseres Bild.

Um das einmal auszuprobieren, habe ich ein Foto vom Strandshooting mit Lisa genommen und dieses in Photoshop ein wenig „nachgestyled“.

Voraussetzung ist, dass man ein Foto hat, dass vom Stil her zur Art der Bearbeitung passt und das auch unter entsprechenden Lichtverhältnissen aufgenommen ist. Also entweder gegen die Sonne oder mit seitlichem Licht.

Die Bearbeitung besteht aus mehreren Ebenen in Photoshop, die das eigentliche Foto mit Effekten überlagern.

Dabei kamen Bilder von „Lensflare“ und „Lightleaks“ zum Einsatz, die die Fotografen Krolop & Gerst dankenswerterweise frei zur Verfügung stellen. Nur eine Anmeldung auf der Webseite ist erforderlich, bevor man die Dateien herunterladen kann.

Bei diesen Überlagerungen handelt es sich eigentlich um Fehlbilder, die bei Aufnahmen mit starkem Gegen- oder Seitenlicht entstehen und dabei Reflexe auf den Linsen erzeugen. Moderne Objektive erzeugen kaum noch solche Fehler. Da aber der Retrolook zur Zeit so angesagt ist, haben die beiden Fotografen diese Fehlbilder im Studio gezielt erzeugt, so dass man sie nachträglich auf passende Bilder montieren kann.

Mir gefällt meine Bearbeitung des Bildes tatsächlich auch besser als das Original. Besonders, weil der Lensflare natürlich wirkt und nicht wie ein künstlich Erzeugter (was man in Photoshop auch machen kann).

Wie habe ich es nun genau gemacht?

Im Detail kamen drei Überlagerungsebenen zum Einsatz, die ich im Modus „Negativ Multiplizieren“ verwendet habe. D.h, man zieht die Bilder über das Originalfoto, passt die Größe an und verändert gegebenenfalls die Position des Bildes. Die Deckkraft habe ich nach Geschmack jeweils auf Werte zwischen 30%  und 75% reduziert.

Zusätzlich habe ich dann einige Korrekturebenen verwendet, um die Tonwerte (Kontrast und Helligkeit) und die Farben (Sättigung und Dynamik) zu verändern. Auch die Farbbalance habe ich im Bereich der Lichter ein wenig angepasst, so dass das Bild etwas wärmer wirkt und gleichzeitig durch leichte Färbung mehr nach Abendsonne aussieht, obwohl wir vormittags fotografiert haben.

Jede Ebene für sich wirkt eher subtil. Die Summe der Änderungen macht einiges aus.

Leider sind solche Looks wohl nur individuell in Handarbeit zu erstellen und lassen sich nicht automatisieren.

Weitere Infos und die Überlagerungsdateien zum Download gibt es auf der Seite von Krolop&Gerst.

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Hendrik

Die Mischung von Fotografie und Film, also Foto-Video-Fusion, hat sich zu einem meiner Schwerpunkte entwickelt. Als Hochzeitsfotograf und Filmer bin ich in Hamburg und häufig auf Rügen und Hiddensee unterwegs, wo ich einige Zeit gewohnt habe. Neben den Menschen liebe ich auch die Natur und Tiere, so dass ich mich besonders freue, wenn ich mit meinen Paaren Zeit in der Natur verbringen kann. In meiner Freizeit schreibe ich gerne, sowohl im Blog als auch in Büchern. Meine Fachbücher sind im Buchhandel und online erhältlich.

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